DTK Gruppe St.Ingbert/Saar-Pfalz e.V.
DTK Gruppe St.Ingbert/Saar-Pfalz e.V.

Die Vereinsgeschichte von 1954 bis 2010

Verfasst von K.J. Fichtner; Mitglied des Vereins seit 1972

 

Quellen: Protokolle & Niederschriften von Versammlungen u.. Vorstandssitzungen des Vereins von 1954 bis 2010 sowie eigene Wahrnehmungen und Erlebnisse während der Mitgliedschaft.

Die Gründung der jetzigen Gruppe St.Ingbert/Saar-Pfalz e.V. geht auf das Jahr 1954 zurück.Aus den Akten geht hervor, dass sich am 30. Mai 1954 folgende Damen und Herren im Hotel zur Glocke in St. Ingbert  trafen und die Gruppe „Saarpfalz in St. Ingbert“ im Deutschen Teckelklub gründeten:

 

  1. Herr  Dr. Reiland aus St. Ingbert

     

  2. Herr Viktor Dressel aus Hassel

     

  3. Herr Franz Treib aus St. Ingbert

     

  4. Herr Wilhelm Jungmann aus Höchen

     

  5. Frau Barbara Schweizer aus Brebach

     

  6. Herr Gustav Schmitt aus St. Ingbert und

     

  7. Herr Christian Lawall Limbach.

     

    Bei dieser Gründungsversammlung wurde Herr Christian Lawall aus Limbach als Vorsitzender  gewählt, der die Gruppe zunächst führte. Arbeitsgrundlage war von Anfang an die Satzung des Deutschen Teckelklubs. Der Name “Gruppe Saarpfalz in St. Ingbert“ wurde vermutlich deshalb gewählt, weil die meisten Gründungsmitglieder in St. Ingbert oder in der näheren Umgebung ihren Wohnort hatten.Wenn ich von der Gründung der Gruppe 1954 rede, ist das evtl. nur zum Teil richtig, denn es gibt Hinweise in den Akten auf eine Gruppe im DTK die im Raum St. Ingbert bereits vor dem zweiten. Weltkrieg bestand und sich vermutlich auch schon Gruppe St. Ingbert nannte. Leider gibt es dazu keine absolut sichere Beweise mehr.Auch beim DTK in Duisburg liegen diesbezügliche keine Aufzeichnungen mehr vor; insbesondere deshalb nicht, weil die Geschäftsstelle des DTK im Krieg ausgebrannt war.

Aus den  alten Akten ist aber herauszulesen, dass sich um die Vorkriegsgruppe die Familie Kaiser aus St. Ingbert; - es handelte sich um die Schwiegereltern des Herrn Dr. Reiland, der als Gründungsmitglied genannt ist-, sehr verdient gemacht hat, was in den Folgejahren dann auch für die Familie des Herrn Dr. Reiland galt, die sich um die „neue Gruppe“ viele Verdienste erworben hat.                                                 

Das Jahr 1954 bedeutet auch, dass die Gründung in eine Zeit nach dem 2. Weltkrieg fiel, die insbesondere hier im Saarland sehr turbulent war. Zu dieser Zeit war das Saarland  wirtschaftlich an Frankreich angegliedert, politisch zwar autonom aber unter französischer Oberhoheit.

In dieser Zeit war für eine Vereinsgründung die Genehmigung des Innenministeriums erforderlich, was heute der ein oder andere vielleicht nicht mehr verstehen kann. Es verwundert daher nicht, dass die Landesbehörden alle Aktivitäten  misstrauisch beäugten, bei denen es Kontakte mit der Bundesrepublik Deutschland gab. Die GruppeSaarpfalz in St. Ingbert im DTK hatte solche Kontakte mit den Verantwortlichen des DTK in Duisburg. Deshalb war man bei den Behörden von der Gründung auch nicht sehr begeistert. Es gab nämlich bereits in unserm Raum eine Teckelgruppe und zwar die Teckelgruppe „Saar“ bzw. „Saar/Stuhlsatzhaus“ mit ihrem Vorsitzenden Friedrich Gerhard aus der Talstraße in Saarbrücken. Bei dieser Gruppe handelt es sich um die Vorläufergruppe der heutigen Gruppe Saarbrücken.                                                                                                  

                                                                                                                                                                                                               

 

Wie aus den Akten hervorgeht, war auch Herr Gerhard nicht unbedingt von der Gründung der Gruppe St. Ingbert begeistert. Er hat sich dagegen sehr gewehrt, allerdings ohne Erfolg.

Wenn sich Herr Gerhard hätte durchsetzen können, hätten wir möglicherweise zumindest anfangs im Saarland nur eine einzige Teckelgruppe gehabt, so wie das bei den anderen Jagdgebrauchs-hundevereinen der Fall ist, von denen einzelne sogar mit Rheinland-Pfalz zusammen einen gemeinsamen Verein bilden.

Die erste Generalversammlung der Gruppe „Saarpfalz in  St. Ingbert“  fand am 8. August 1954 im damaligen „Hofbräuhaus“ in der Talstraße in Saarbrücken statt. Die Anzahl der Mitglieder war bereits deutlich höher, als bei der Gründungsversammlung.

Einberufen wurde die GV von Herrn Gustav Schmitt. In der Niederschrift dieser Versammlung sind folgende „Neu“Mitglieder genannt:

  • Herr Andreas Hemmerling, Niederwürzbach,

     

  • Herr Dr. Kalbhenn, Saarlouis,

     

  • Herr Emil Krause, Hassel, ( er wurde der 1. Zuchtwart der Gruppe )

     

  • Frau Maria Fontaine, Fraulautern,

     

  • Frau Waltraud Jäger, Dudweiler,

     

  • Frau Maria Kehren, Saarbrücken,

     

  • Herr Wilhelm Jungmann, Höchen

     

  • Herr Walter Knecht, St. Wendel, und

     

  • Herr Wilhelm Morath, Saarbrücken.

     

Herr Lawall wurde in der Versammlung als 1. Vorsitzender bestätigt und Herr Gustav Schmitt wurde zum 1. Schriftführer und zugleich zum 1. Kassierer gewählt.

Neben der Generalversammlung fanden in den Anfangsjahren noch 2 – 3  Mitgliederversammlungen statt, die nicht einmal schlecht besucht waren.

 

Zu erwähnen ist, dass sich der Name Gruppe „Saarpfalz in St. Ingbert“ lediglich bis 1956 gehalten hat.  Der DTK in Duisburg hat nämlich 1956 verfügt, dass die Gruppe künftig „Gruppe St. Ingbert“ und die andere saarländische Gruppe künftig „Gruppe Saarbrücken“ zu heißen hat.   

 

Aus den ersten Niederschriften der jungen Gruppe ist herauszulesen, dass die Gründung der Gruppe nicht unproblematisch war, und dass es  die Behörden schon beschäftigt hat, dass sich hier ein all zu enger Kontakt mit dem DTK in Duisburg anbahnte. Die Behörde zögerte also das Genehmigungsverfahren hinaus, bis der Vorsitzende Herr Lawall den Landtagsabgeordneten  Germann aus Altstadt einschaltete, der dann auch im Innenministerium intervenierte. Es gab also schon damals die bekannte „Saarländische Lösung“.

 

 Von da an gab sich die Behörde der Gruppe gegenüber wesentlich lockerer und bald  bekam die Gruppe auch ein Schreiben vom Innenministerium mit Datum vom 21. April 1955. In diesem Schreiben wurde zwar nicht der „Anschluss der Gruppe an den DTK“ genehmigt, wohl aber die Genehmigung in Aussicht gestellt, sofern die Gruppe einen entsprechenden Antrag über den „Dachverband“ stellt. Einen sog. Dachverband sollten die beiden Gruppen Saarpfalz St. Ingbert und Saarbrücken/Saar bilden. An anderer Stelle der Akte wird die Gruppe Saarbrücken/Saar als Dachverband der im Saarland existierenden Teckelclubs genannt.

Offensichtlich wusste das Ministerium nicht darüber Bescheid, wie sich die Organisation des DTK und somit auch der Gruppe St. Ingbert darstellte, und dass die Gruppe St. Ingbert eine eigenständige Gruppe im DTK war mit allen Rechten und Pflichten gemäß der Satzung des DTK.

Obwohl von Seiten der Gruppe versucht wurde, das klarzustellen, rückte die Regierung zunächst nicht von ihrer Haltung ab. Erst am 6.10.1955 erteilte die Regierung des Saarlandes der Gruppe St. Ingbert/Saarland gemäß § 2 Abs.2 des Gesetzes über das Vereinswesen „die Zustimmung zum Anschluss an den Dachverband der Teckelvereinigungen im Saarland,  an den Deutschen Teckelklub in Duisburg“  

 

Damit war dann endlich das leidige Genehmigungsverfahren beendet und die Gruppe St. Ingbert konnte voll und ganz im Sinne der Satzung des DTK arbeiten, was bedeutete, dass als erste  Maßnahme die Junghunde tätowiert wurden.

 

Am 9. Oktober 1955 ist dann der 1. Vorsitzende Herr Lawall aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Herr Emil Krause aus Hassel wurde sein Nachfolger. Er übte das Amt bis 1961 aus und  engagierte sich sehr für die Gruppe, insbesondere in der Arbeitsgemeinschaft mit Rheinland-Pfalz, was auch darin zum Ausdruck kam, dass eine Sitzung der Arbeitsgemeinschaft 1961 in Saarbrücken stattfand.

Noch zur Amtszeit des Herrn Krause verstarb am 19.11.1955 der Mitbegründer Herr Dr. Reiland. Sein Sohn, Herr Reiland  jun. war ebenfalls Mitglied unserer Gruppe, trat aber 1969 aus der Gruppe aus.Am 5.2.1961 wählte die Gruppe  Herrn Otto HEIB aus St. Ingbert zum 1. Vorsitzenden, der dieses Amt bis Januar 1967 ausübte. Aus dieser Zeit wird berichtet, dass das Gruppenleben florierte. Es herrschte ein sehr kameradschaftliches Verhältnis. Es wurden Prüfungen und Ausstellungen durchgeführt die immer sehr gut besucht und frequentiert waren. Am 28. Januar 1967 wurde in Kirkel bei einer Generalversammlung Herr Erich Breuer als Vorsitzender der Gruppe St. Ingbert gewählt. Diesem Vorstand gehörte unser späterer Ehrenvorsitzender, Herr Rudolf Stolz aus St. Ingbert bereits als Revisor an. Im Jahre 1970 wurde erneut ein neuer Vorstand gewählt, wobei Herr Erich Breuer als 1. Vorsitzender bestätigt wurde. In der gleichen Versammlung wurden u.a. Herr Rudolf Stolz aus St. Ingbert als 2 Vorsitzender, Herr Rudolf Reidenbach aus Limbach als Zuchtwart, ( H. Reidenbach übte dieses Amt noch bis zu den 90er Jahre aus), und Herrr Will Schade als Revisor gewählt. Herr Schade hatte dann später über mehrere Jahre das Amt des Schatzmeisters inne.

 

Am 20.1.1973 wurde erneut ein neuer Vorstand gewählt. Auch diesmal hieß der 1. Vorsitzende Erich Breuer, der 2. Vorsitzende Rudolf Stolz, einer von zwei Zuchtwarten war Herr Reidenbach, Revisor wurde erneut Herr Schade.

Überhaupt war das eine Zeit, in der wir mit großer Freude, ja sogar mit Leidenschaft Mitglied waren und unsere Hunde auf allen Jagdgebrauchsprüfungen führten. Die Mitgliederzahlen waren in dieser Zeit traumhaft. Im Jahre 1973 hatte die Gruppe z.B. 173 Mitglieder. Spurlautprüfungen, die  meistens in Revieren im Kreis Kusel durchgeführt wurden, mussten an zwei Tagen abgehalten werden, wobei zu jeder Prüfung bis 12 Hunde gemeldet waren. Auch alle anderen Jagdgebrauchsprüfungen für Teckel waren bestens besetzt.

 

 Am 16.11.1973 legte Herr Breuer  nach einem Zerwürfnis mit anderen Vorstandsmitgliedern spontan sein Amt nieder und Herr Rudolf Stolz wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Herr Wilhelm Lang, Förster der Gemeinde Herschweiler-Pettersheim, Kreis Kusel, wurde 2. Vor-sitzender und Herr Willi Schade blieb Schatzmeister. Zu Obleuten für das Jagdgebrauchshunde-wesen wurden Heinz Dauber, Dieter Jung und Jürgen Fichtner gewählt. Heinz Dauber wurde später Obmann für das Jagdgebrauchshundewesen der  Vereinigung der Jäger  des  Saarlandes.

Man kann ohne Einschränkung diese Zeit als die „Blütezeit der Gruppe“ bezeichnen. Es wurden Mitgliederzahlen von 174 bis 186 Mitgliedern erreicht. Veranstaltungen wie Tombolas, Landessiegerzuchtschau, gemeinsames Wildessen u.a. schweißten die Mitglieder zusammen.

Es war eine sehr schöne Zeit, weil jeder für jeden da war wenn etwas zu tun war. In diese Zeit fiel auch die Errichtung unserer Schliefenanlage in NK-Kohlhof und die Errichtung unserer vereinseigenen Hütte auf demselben Grundstück.

 

An der Schliefenanlage wurde fast an jedem Wochenende geübt  und eine sehr große Anzahl unserer Teckel legte dort mit Erfolg die alte BHF-Prüfung ab. Nach den Übungsstunden und nach den Prüfungen wurde auch zünftig gefeiert. Auch das soll nicht verschwiegen werden.

Bei den Arbeiten zur Errichtung der Schliefenanlage und der vereinseigenen Hütte hat sich unser langjähriges Vorstandsmitglied Günter Schlimmer ganz besondere  Verdienste erworben. Er war ständig vor Ort und unter seiner Regie und vor allem durch seinen Arbeitseinsatz entstand die Anlage, auf die wir noch heute stolz sein können.

 

Ende des Jahres 1985 trat Herr Rudolf Stolz nach  einer Meinungsverschiedenheit mit der Geschäftsstelle des DTK in Duisburg von seinem Amt als 1. Vorsitzender zurück.

 

In der Generalversammlung vom 1.3.1986 wurde dann Herr Joachim WERNER, der bereits seit 1974

2. Vorsitzender war, zum 1.Vorsitzenden gewählt.

Herr Werner führte die Gruppe in seiner bekannt sachlichen und ausgleichenden Art bis ihn eine schwere Krankheit im Februar 1992 zwang, den Vorsitz niederzulegen. Er hat in seiner Zeit viel für die Gruppe geleistet. Unter anderem hat er die Initiative ergriffen und mit den Nachbargruppen Saarbrücken, Kurpfalz, Speyer und Zweibrücken, eine Schliefengemeinschaft gegründet, zu der dann  1991 auch die Gruppe St. Wendel hinzukam, während die Gruppe Zweibrücken aus der Gemeinschaft ausschied.

Geschlieft wurde in dieser Zeit wieder an der Anlage Breuer in Bechhofen, weil die Gruppe für die Schliefenfüchse keine Unterkunft mehr hatte. Zuvor waren unsere Schliefefüchse im Neunkircher Zoo untergebracht. Die Zooleitung weigerte sich dann plötzlich, die Füchse weiter bei sich zu halten.

Dazu kam, dass bereits Anfang der achtziger Jahre die ersten Urteile in Hessen und Niedersachsen ergingen, welche die Ausbildung der Hunde am Raubwild unter Strafe stellten. Aus diesem Grund erschienen auch in unserer Vereinszeitschrift, „Der DACHSHUND“ keine Hinweise auf Bauprüfungen mehr. Im Jahre 1994 wurde die Unterhaltung der Schliefenanlage BREUER von der damaligen Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Rheinland-Pfalz/Saarland übernommen, weil es sich hierbei um die einzige Anlage dieser Art innerhalb der ARGE handelte.

Gegen das Betreiben der Anlage durch die ARGE (jetzt Landesverband (LV) Rheinland-Pfalz/Saarland)  haben sich dann in den Folgejahren immer wieder die Gruppen aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz ausgesprochen, weil denen die Anfahrt nach Bechhofen zu weit war, und in diesen Gruppen, die fast ausschließlich aus Schönheitszüchtern bestehen, kein Interesse an der Finanzierung vorhanden war. So hat dann auch im Jahre 1997 der LV die Unterhaltung der Bauanlage eingestellt und die Gruppe St. Ingbert hat die Anlage auf eigene Kosten weiter betrieben.

 

Nachdem die Anlage Breuer im laufe der Jahren nicht mehr den Anforderungen entsprach und sich eine Reparatur aus mehreren Gründen nicht mehr lohnte, wurde unsere alte Anlage in NK-Furpach wieder reaktiviert .  Soweit das Kapitel Schliefenanlage.

 Wie bereits erwähnt, wurde Herr WERNER krank und konnte das Amt des Vorsitzenden nicht mehr ausüben. Es wurde ein neuer Vorsitzender gesucht und nach mehreren Vorstandssitzungen im Jahre 1992 hat sich Herr Willi Schade bereit erklärt, das Amt zu übernehmen.

Am 22.5.1992 wurde Herr Willi Schade in einer außerordentlichen Generalversammlung zum neuen 1.Vorsitzenden gewählt. Gleichzeitig hat er in Personalunion das Amt des Schatzmeisters weiter ausgeübt. Die Zeit von Herrn Schade als Vorsitzender war allerdings die kürzeste in der Vereinsgeschichte. Er, der über Jahre das Amt des Schatzmeisters in hervorragender Weise wahrnahm und dafür gesorgt hatte, dass die Gruppe auf soliden finanziellen Füßen stand bzw. heute noch steht, ist nach meiner persönlichen Meinung nach einem harmlosen Disput innerhalb des erweiterten Vorstandes vom Amt des Vorsitzenden und vom Amt des Schatzmeisters nach nur 7 Monaten Amtszeit zurückgetreten. Nach einer „Schamfrist“ von 3 weiteren Monaten ist Herr Schade dann aus der Gruppe St. Ingbert und schließlich auch aus dem DTK ausgetreten.

 Am 5. Januar 1993 wurde ich in einer außerordentlichen Generalversammlung zum 1. Vorsitzenden der Gruppe gewählt. Als 2. Vorsitzender wurde Herr Günther Schlimmer aus Schwarzerden, der dieses Amt bereits seit 1986 innehat, als Schatzmeisterin Frau Inge Graß aus St. Ingbert und als Schriftführer Herr  Rainer Heidenreich aus Bechhofen gewählt. Seit 1986 komplettierte Herr Wolfgang Heidenreich aus Steinbach b. Lebach den Vorstand als Zuchtwart. Dieser Vorstand leitete 12 Jahre lang die Geschicke der Gruppe. . Das bedeutete, dass es in diesen 12 Jahren zwischen den Vorstandsmitgliedern keinen Zoff gab und dass die Chemie stimmte.

Ein Ereignis ist aus damaliger Sicht doch etwas unglücklich verlaufen. Anfangs 1993, gab es wieder Bestrebungen, die Gruppe St. Ingbert und die Gruppe Saarbrücken miteinander zu vereinigen. Es gab Stimmen innerhalb der beiden Vorstände, die für eine Vereinigung der beiden Gruppen waren.

Es fand auch eine gemeinsame Vorstandssitzung beider Gruppen statt, in der dann aber festgestellt wurde, dass laut Satzung des DTK eine Zusammenlegung im Sinne des Wortes nicht möglich ist.

 

 

Gemäß der Satzung des DTK hätte sich eine Gruppe auflösen und die Mitglieder der anderen Gruppe beitreten müssen, oder beide Gruppen hätten sich auflösen  und eine neue Gruppe gründen müssen.  Das Vermögen der aufgelösten Gruppe bzw. Gruppen, wäre dann laut Satzung dem DTK zugeflossen. Keine der beiden Gruppen wollte aber eine Auflösung und so ist auch dieser versuchte Zusammenschluss nicht zu Stande gekommen. Man muss auch eingestehen, dass es in beiden Gruppen Mitglieder gab, die ihre Eigenständigkeit behalten wollten.Im Jahre 1994 feierte der Verein im Kulturhaus Rentrisch sein 40 jähriges Bestehen. Anlässlich dieser Feier, an der auch Vorstandsmitglieder anderer Gruppen als Gäste teilnahmen, wurde Herr Rudolf Stolz aus St. Ingbert zum Ehrenvorsitzenden der Gruppe ernannt.An der gleichen Stelle feierte der Verein am 24. April 2004 sein 50 jähriges Vereinsjubiläum. Diese Veranstaltung wurde in einem größeren Rahmen begangen. Es waren der Vorsitzende des Landesverbandes Rheinland-Pfalz Saarland im DTK, alle Vorsitzenden der Nachbargruppen, sowie alle Vorsitzende der Jagdgebrauchshundevereine des Saarlandes, der Landesjägermeister des Saarlandes, der Kreisjägermeister des Saarpfalzkreises, die Revierinhaber der Reviere, in denen unsere Jagdgebrauchsprüfungen stattfanden, der Leiter des Forstamtes Westrich und sein Vertreter  und nicht zuletzt Herr Ottfried REILAND, der Sohn eines der Vereinsgründer als Ehrengäste eingeladen. Fast alle eingeladenen Gäste waren zur Jubiläumsfeier erschienen und die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Anlässlich dieses Jubiläums wurde eine Festschrift herausgegeben, deren Finanzierung Herr Michael BAUS durch Sponsoren bewerkstelligen konnte. Auch wurde auf Grund dieses Jubiläums eine Internationale Vielseitigkeitsprüfung  in den Revieren um Ommersheim , als „Rudolf-Stolz-Gedächtnisprüfung“ durchgeführt. Leider war die Teilnehmerzahl an dieser Internationalen Prüfung doch sehr bescheiden.Schon seit dem Jahr 2005 gab es Bestrebungen in der Gruppe, den Namen in Gruppe „SAARPFALZ“ abzuändern, weil eine Vielzahl unserer Mitglieder aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz kamen. Es gab aber auch massive Bestrebungen, den Namen Gruppe „St. Ingbert“ bei zu behalten. So wurde in der JHV 2006 ein Kompromiss gefunden und beschlossen, die Gruppe in „Gruppe St.Ingbert/Saar-Pfalz e.V.“ umzubenennen.

 

Am 3. Februar 2008 fand die Jahreshauptversammlung der Gruppe statt. Die Schriftführerin schrieb am Ende des Protokolls folgenden Satz: “ Die Veranstaltung war um 17.05 Uhr beendet; es war eine anregende, qualitätsvolle Versammlung mit Diskussionsfreude und reger Teilnahme der Anwesenden.“ Zitat ende.Am Ende dieser Jahreshauptversammlung habe ich den anwesenden Mitgliedern meinen sofortigen Rücktritt vom Amt des 1. Vorsitzenden erklärt.

 

 

Da ich die Vereinsgeschichte so objektiv wie nur möglich darstellen will, werde ich zu den Gründen meines damaligen Rücktritts hier keine weiteren Angaben machen. Die Gruppe wurde dann bis zur Jahreshauptversammlung  2009 von dem damaligen 2. Vorsitzenden Michael Baus, der im Jahr 2007 in dieses Amt gewählt wurde, weil Herr Martin REINHARD, der seit 2005 dieses Amt inne hatte, das Amt aus persönlichen Gründen nicht mehr weiter wahrnehmen wollte, weitergeführt. Auch im Jahre 2008 gab es wieder Bestrebungen sich mit der Gruppe Saarbrücken zusammen zu tun. Mit der Neuwahl des Vorstandes im Jahr 2009 waren diese Bestrebungen aber dann zu Ende.Bei der Generalversammlung am 8. Februar 2009 wurde dann ein komplett neuer Vorstand gewählt. Für die Wahl des 1.Vorsitzenden kandidierten die bisherige Schatzmeisterin, Frau Katja Meilchen-Jann und der Zuchtwart der Gruppe, Herr Wolfgang Heidenreich. Von Anfang an war  erkennbar, dass sich hier zwei unversöhnliche Blöcke gegenüber standen, die beide nicht bereit waren, aufeinander zu zugehen. Bei der anschließenden geheimen Wahl wurde Herr Heidenreich mit nur einer Stimme Mehrheit zum 1. Vorsitzenden der Gruppe gewählt. Auch die nachfolgenden Wahlen gingen zu Gunsten der Gruppe um den Vorsitzenden Heidenreich  äußerst knapp aus. In dieser Versammlung war schon eindeutig zu erkennen, dass sich die Gruppe spalten würde. So kam es dann auch. In den nächsten Wochen wechselten die meisten Mitglieder, die Frau Meilchen-Jann als Vorsitzende haben wollten, in andere Gruppen. Weitere Mitglieder traten ganz aus dem DTK aus. Insgesamt verlor die Gruppe in dem betreffenden Jahr  22 Mitglieder. Unabhängig von dem geschilderten Ereignis kam es auch im Jahr 2010 zu einem Aderlass von Mitgliedern. Aus mehreren unterschiedlichen Gründen verließen im Jahr 2010 insgesamt 11 Mitglieder die Gruppe. Zwei weitere Mitglieder starben in dem betr. Jahr. Der Austritt von  Mitgliedern ist auch darin begründet, dass viele keinen Hund mehr haben und sich wegen ihres Alters auch keinen Hund mehr anschaffen wollen. Es mangelt, wie in allen Vereinen der Gruppe an Nachwuchs. Auch die Welpenzahlen sind ständig rückläufig, so dass zu den Gebrauchsprüfungen und auch zur Zuchtschau  immer weniger Hunde gemeldet werden.                         

 

In der Festschrift zum 50 jährigen Bestehen der Gruppe 2004 habe ich in meinem Grußwort folgenden Wunsch geäußert mit dem ich auch diese Zusammenfassung beschließen möchte:

 

 

 

Ich wünsche mir und ich hoffe inständig, dass die Gruppe St. Ingbert e.V. im DTK noch viele Jahre weiter besteht und  dass sich diese Gruppenfamilie weiterhin in Begeisterung und Freude an unserm Teckel verfestigt und mit vollem Engagement die Gruppenarbeit auch in Zukunft unterstützt.“

 

 

Klaus Jürgen Fichtner      

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